100 Events im Limmattal
«Tue Gutes und lass die anderen darüber reden!» Das ist ein Merksatz der PR-Theorie. Darüber reden können andere allerdings nur, wenn sie von dem Guten erfahren haben – im Idealfall haben sie dessen Vorzüge sogar selbst erlebt.
Diesen Grundsatz nahmen sich viele Projektverantwortliche im Jahr 2025 zu Herzen. Sie haben die Chance genutzt, mit einem Event auf ihr Vorhaben aufmerksam zu machen, und das während der grossen Projektschau 2025.
«Wir gaben ihnen diese Gelegenheit und viele packten sie beim Schopfe», sagt Daniela Hallauer. «Sie erkannten den Nutzen und freuten sich, ihre Anliegen noch stärker zu verankern in der Region.» Die stellvertretende Geschäftsleiterin der Regionale 2025 ergänzt: «Geschätzt wurde insbesondere die Möglichkeit, ein Fachpublikum und Verantwortliche aus Politik und Verwaltung anzusprechen.»
Die Regionale 2025 unterstützte die Projektverantwortlichen bei der Realisierung. «Wir durften konzeptionell oder kommunikativ unter die Arme greifen. Bei Bedarf gab es auch einen kleinen Zustupf an die Umsetzung.» Viele Verantwortliche hätten sich richtig ins Zeug gelegt und auch Neues gewagt, so Hallauer. «Andererseits gab es Projekte, die aus Ressourcengründen weniger beisteuerten. Die Realität sieht manchmal auch so aus.»
Begegnung und Perspektive
Die Events trumpften mit einer grossen Vielfalt auf: Es gab Führungen, Spaziergänge, Gesprächsrunden, Mitmachaktionen und immer wieder Musik und Kulinarik. Das Anliegen des jeweiligen Projekts wurde für ein breites Publikum greifbar – dementsprechend war auch die Resonanz. «Sie war gross», resümiert Hallauer. «Die Leute schätzten die Begegnungen und die neuen Perspektiven, die ihnen durch die Events eröffnet wurden. Manche von ihnen besuchten hinterher andere Events oder gaben ihre Eindrücke weiter. So erfuhren wieder andere, dass sich ein Besuch der grossen Projektschau lohnt.»
Fazit: Der eingangs erwähnte PR-Merksatz zeigte in der Praxis die erhoffe Wirkung.
Impressionen der realisierten Events (eine Auswahl)
ART FLOW
LEBENDIGE LIMMAT
Auf einer Länge von 3 Kilometern – von der Zürcher Stadtgrenze bis kurz vor Dietikon – soll die Limmat wieder «lebendiger» werden. Das ist das Kernziel des Projekts «Lebendige Limmat». «Lebendiger» bedeutet dabei «natürlicher». Es wird ein Paradies für Pflanzen und Tiere entstehen, das gleichzeitig eine grüne Oase für die gesamte Limmattaler Bevölkerung darstellen will. Zwei geführte Spaziergänge wiesen auf das Potenzial dieses Naturraums hin. Den Teilnehmenden wurde dabei klar, welche Chancen die Revitalisierung für die Region bietet. Natur und Mensch rücken im Limmattal wieder enger zusammen.
BÜEZERLAND
«Büezerland» ist eine Initiative der Kulturanthropologin Edith Werffeli. Das Projekt richtet den Blick auf die Bedeutung von Familienunternehmen im Limmattal – erzählt aus der Perspektive von Lernenden. Ende Juni 2025 öffneten Lernende der Planzer AG die Türen zu ihrem Alltag und gewährten während eines geführten Rundgangs durch eine denkmalgeschützte Logistikhalle persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen und Herausforderungen. Begleitet wurde das Erlebnis von Kunstschaffenden, die künstlerische Porträts der Lernenden schufen. So entstand eine aussergewöhnliche Momentaufnahme des Limmattaler Wirtschaftsalltags – authentisch, nahbar und einmalig.
KULTUR-KARUSSELL
Das «Kultur-Karussell» ist ein Angebot des «Familienzentrums Karussell Region Baden». Es fördert die kulturelle Teilhabe und ästhetische Bildung von Kleinkindern. Der Hintergrund: Kleinkinder sind neugierige Entdeckerinnen und Entdecker. Sie erschaffen mit viel Freude immer neue Welten. Ihre Kreativität zeigt sich nicht nur im Gestalten mit den Händen – auch Klänge, Stimmen, Bewegungen und Sprachen eröffnen ihnen unzählige Ausdruckswege. Ende August 2025 wurde das Familienzentrum für ein Wochenende in eine bunte Bühne verwandelt. Die «MiniKulturTage» luden zum Staunen, Mitmachen und Entdecken ein. Ein Wochenende voller Theater, Musik, Tanz und Vorstellungskraft.
SIEDLUNGSCOACH UND WOHNEN IM LIMMATTAL
KORRIDOR HÜTTIKERBERG-SANDBÜHL
Das Limmattal verändert sich – daher ist es wichtig, die grossen Grünräume zu sichern. Der Landschaftskorridor «Hüttikerberg–Sandbühl» spielt dabei eine zentrale Rolle: Er verbindet die beiden Talseiten quer zur Limmat und vereint Natur, Landwirtschaft sowie Infrastrukturanlagen. Der Korridor zeigt, wie wertvoll Freiflächen für Erholung und Landwirtschaft sind. Als Teil des Freiraumkonzepts «Agglomerationspark Limmattal» soll das Gebiet zu einem Agrarpark weiterentwickelt werden. Die Regionale 2025 und das Raumforum Aargau luden zu einem Besuch des Korridors ein. Bei dieser Gelegenheit konnte über die Zukunft des Agrarparks diskutiert werden.
ERLEBNISTOUREN
Die Regionale 2025 organisierte von Mai bis Oktober 2025 fünf Erlebnistouren durch das Limmattal. Jede Route führte zu innovativen Projekten, die im Rahmen der Regionale 2025 entstanden sind. Die Touren trugen die klangvollen Namen Bahnfreude, Kulturglück, Landlust, Velospass und Stadtliebe – und sie hielten, was sie versprachen. Sie öffneten die Augen für die Aufbruchstimmung im Tal und richteten den Fokus auf die unzähligen Facetten, die das Limmattal seit je ausmachen. Wer mochte, ging auf eigene Faust los oder schloss sich einer begleiteten Tour an. Was letztlich zählte, war Neugier und Spass am Entdecken und Erleben.
Projekt zur Story
ART FLOW